Franz Haberhauer's Weblog Franz Haberhauer's Weblog

Freitag Nov 09, 2007

gibt's am kommenden Montag, den 12. November in Saarbrücken bei der OpenSaar 2007. Ich werde um 15:30 Uhr über "OpenSolaris - Überblick und aktuelle Entwicklungen" sprechen.

Weitere Gelegenheiten gibt's bei den Sun Tech Days Deutschland vom 3.-5. Dezember in Frankfurt, bei denen es in vier parallelen Tracks Vorträge zu Themen rund um Java und Solaris geben wird. Ein besonderer Höhepunkt wird sicher die Keynote von James Gosling. Diese Veranstaltung richtet sich insbesondere an Entwickler, aber auch für Administratoren gibt es zahlreiche interessante Themen.

Montag Apr 16, 2007

... stehen in den nächsten Jahren an.

Paul Graham thematisiert in einem Beitrag unter dem Titel Microsoft is Dead den sich abzeichnenden Wandel in der Software-Landschaft. Wesentliche Faktoren sind der Trend hin zu Browser-basierten Anwendungen, die durch Technologien wie Ajax hinsichlich der interaktiven Möglichkeiten traditionellen Desktop-Anwendungen nicht mehr nachstehen. Damit einher gehen hohe Netzwerkbandbreiten, die mittlerweite fast überall für Konsumenten zu attraktiven Preisen verfügbar geworden sind und die nicht zuletzt wegen des vielfältigen Angebots immer mächtigerer und attraktiverer Anwendungen im Internet - wie etwa Google Earth und darauf basierender Mashups - auch nachgefragt werden. Mit dem Wiedererstarken von Apple steigt zudem die Nachfrage nach Software, die auf mehreren Plattformen läuft - auf dem Desktop, aber bedingt durch ein immer leistungsfähigeres Spektrum an sonstigen Endgeräten eben auch dafür. Ein weiterer Faktor, der für Browser-basierte Nutzerschnittstellen spricht.

Auch bei den Servern zeichnen sich neue Trends ab. Einerseits hat sich die Energieeffizienz von Computern gerade zu einem Mittelpunkt des Interesses entwickelt (hier ein aktueller Artikel dazu). Andererseits steht der nächste Umbruch mit dem neuen Architekturkonzept von "Systems on a Chip" - hochintegrierten Rechnern, die nur noch aus sehr wenigen extrem leistungsfähigen Chips bestehen, auf denen nicht nur mehrere CPU-Kerne, sondern auch Netzwerkkomponenten- und Komponenten z.B. für Hardware-unterstützte Ver- und Entschlüsselung integriert sind - vor der Tür. Die ersten Systeme, die diesem Ansatz folgen, sind auf der Basis des UltraSPARC T1 "Niagara" heute schon verfügbar. Die nächste Repräsentant dieser Architektur, der ROCK-Prozessor, hatte gerade Tapeout. Diese neue Rechnerarchitektur wird die tradionelle auf Microprozessoren bestehende Architektur nicht sofort ablösen, es wird noch mindestens eine Generation dieser tradionellen Systeme geben. Bei neuen Software-Architekturen sollte man im Hinblick auf diese kommende Rechnerarchitektur im Hinterkopf behalten, dass es künftig mehr denn je Systeme mit sehr grossen Hauptspeichern, die dem SMP-Prinzip (symetrisches Multiprocessing) folgen, geben wird - und horizontale Skalierung nicht die einzige Alternative ist. Als "Systems on a Chip" werden diese Systeme nicht nur extrem zuverlässig sein - die Zuverlässigkeit ist auch eine Funktion der Anzahl von Komponenten - sondern wegen der hohen Integration auch von der Kosten her interessant werden.

Dienstag Apr 03, 2007

Nur kurz zwei Hinweise auf englischsprachige Artikel zu Zukunftsperspektiven für Solaris
  • Ashlee Vance von The Register , ein eher kritischer Redakteur, sieht die Zukunft von Solaris heute wesentlich positiver als früher
  • IDC war vom Projekt Fishworks - einem Framework, das es ermöglicht, einfach Appliances auf der Basis von Solaris zu bauen und im Rahmen der Analysts Conference von Sun Anfang Februar vorgestellt worden war - so angetan, dass dazu ein überaus positives Papier (IDC Opinion) erschien.

Donnerstag Mrz 29, 2007

Derzeit nehme ich an einer Sun-internen Konferenz teil, die in dieser Woche Suns weltweite OS-Ambassadore - Spezialisten und Evangelisten für Suns Betriebssystemtechnologien und -strategie im Allgemeinen und insbesondere für Solaris und Open Source - in Menlo Parkt (Kalifornien) mit den Entwicklern, Produktmanagement und Marketing zusammenbringt, um die weitere Entwicklung von Solaris zu diskutieren.

Über die technischen Roadmaps sprechen wir auch öffentlich - etwa bei meinem Vortrag im Frühjahrsfachgespräch der GUUG. Umfangreiche Informationen finden sich auf opensolaris.org. Eine Übersicht zu den Innovationen im Netzwerkstack gibt's auch hier. Lediglich die Zeitpläne und Inhalte künftiger Solaris 10 Updates sind vertraulich - nicht zuletzt deswegen, weil sie jenseits des nächsten Updates auch immer wieder Änderungen unterliegen.

Am Montag hatten wir Gelegenheit Ian Murdock kennen zu lernen, den Begründer von Debian, der ganz aktuell zu Sun kam, und künftig die Betriebssystemstrategie massgeblich mit gestalten soll. In seinem eigenen Blog spricht Ian einige Punkte an, die er adressieren möchte - insbesondere die einfache Nutzbarkeit von Solaris und das ohne die große Stärke von Solaris gerade im Vergleich zu Linux - die Binärkompatibilität zwischen Versionen - aufzugeben.

Eine Studie für die Europäische Kommission zu freier und quelloffener Software belegt übrigens eindeutig, daß Sun das Unternehmen ist, das bei weitem den größten Beitrag zu OpenSource leistet (Tabelle 5 auf Seite 51 - am Beispiel von Debian) ( Hier ein Artikel zu dieser Studie auf Deutsch). Dass eine Linux-Distribution (und die OpenSource-Welt) weit mehr ist als der eigentlich Linux-Kern, hatte bereits 2001 Tim O'Reilly in einem eindrucksvollen Poster unter dem Titel The Anatomy of a Linux System graphisch dargestellt. Ein weiterer Aspekt von Offenheit ist auch, interne Abläufe öffentlich zu machen. Die breite Nutzung von Blogs durch Sun-Mitarbeiter trägt hierzu wesentlich bei: sei es ein Protokoll wie kürzlich ein Sicherheitsloch kurzfristig durch einen Patch geschlossen wurde oder die interne Ankündigung einer Reorganisation im Blog von Jonathan Schwartz: die Formierung von Sun Microelectronics zur Vermarktung innovativer Chip-Produkte jenseits der eigenen Systeme und die Integration des NAS Server Teams in die Systems Gruppe.

P.S. Sun exec aims to close Solaris 'usability gap'

Sonntag Mrz 18, 2007

Insbesondere hat das Web 2.0 weder nur technische Aspekte noch primär soziologische. Neue technische Möglichkeiten ermöglichen vielmehr neue Formen der Kommunikation zwischen Menschen und noch wichtiger zwischen Nutzer- oder Interessengruppen. Ein prägnantes, englischsprachiges Video von Michael Wesch auf YouTube, zeigt in 4:31 Minuten vor allem die technische Entwicklung auf. Michael Wesch ist Assistant Professor of Cultural Anthropology an der Kanasas State University. Der Begriff Web 2.0 geht auf Tim O'Reilly zurück, dessen Verlag eine Konferenz unter diesem Titel etabliert hat. Weiteres Hintergrundmaterial findet sich im entsprechenden Eintrag im Wikipedia. Ein Kollege aus dem Marketing hatte kürzlich bei einer Veranstaltung recht treffend das Geschäftsmodell von Web 2.0 rund um von den Nutzern selbst eingebrachte Inhalte ("user contributed content") mit der Szene verglichen in der Tom Sawyer dazu vergattert wird, einen Lattenzaun zu streichen, dann aber auf die überaus erfolgreiche Idee kommt, das Recht einige Latten zu streichen an andere Kinder zu verkaufen. Constantin Gonzalez, ein Mitarbeiter meines Teams, der sich intensiv mit dem Thema 2.0 befasst, weisst auch immer wieder auf die Theorie des Long-Tail hin, nach der es das Internet ermöglicht einerseits das Web ermöglicht auch mit Nischenprodukten Gewinn zu machen.

Sun ist ein Paradebeispiel für die unternehmensinterne Nutzung wie die Nutzung nach aussen. Die blogs.sun.com ist die erste externe Website in der Domain Sun.com, auf der jeder Sun-Mitarbeiter eigenständig und ohne Freigabe Beiträge einstellen kann.Natürlich gibt es einige Spielregeln, so ist es etwas unzulässig, über noch nicht angekündigte Produkte zu schreiben. Allerdings ermöglicht es der Open Source Ansatz bei vielen Software-Projekten wiederum aktuell in der Entwicklung befindliche Technologien zu bloggen. Hier ist lediglich die zeitliche Planung der von den Open Source Projekten abgeleiten Produkte (z.B. StarOffice versus OpenOffice, OpenSolaris/Solaris Express versus Solaris 10) vertraulich. In den Blogs vermischen sich berufliche und private Themen - was positiv zu sehen ist, da über ein privates Thema vielleicht ein Interessent auch zu den Sun-spezifischen Themen im selben Blog findet. Der Blog von Jonathan Schwartz, dem CEO von Sun erfreut sich besonderer Beliebheit. Er formuliert darin regelmässig - ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Bloggen - interessante Gedanken mit IT-Bezug. Kürzlich thematisierte er eine Visualisierung der Verteilung der über 7 Millionen Solaris Lizenzen über die Welt - in Form eines Mashup auf der Basis von Google Maps. Solche Mashups - Vernetzungen verschiedener Dienste im Internet sind eine weiteres typisches beispiel für Web 2.0. Second Life - eine virtuelle Welt, in der man mit Avataren mitmachen kann - wird inzwischen oft als Beispiel einer erfolgreichen Idee des Web 2.0 genannt. Sun hielt dort bereits im Oktober 2006 die erste virtuelle Pressekonferenz eines Fortune 500-Unternehmens ab. Zurück zu interessanten Beiträgen von Bloggern: Das unten bereits angesprochene Video CSI Munich: Solaris ZFS auf 12 USB-Sticks: Ein "Thumper" für Arme!, das von einigen Kollegen in Eigenregie produziert wurde, war in einem Blog angekündigt und auf YouTube und Google Videos veröffentlicht worden. Innerhalb weniger Tage nachdem die URL des Videos über den Alias zfs-discuss lief, hatten wir bereits 2000 Views und heute - nicht zuletzt nachdem das gute Stück als Highlight auf dem Stand von Sun auf der CeBIT 2007 life und in Farbe zu sehen ist sind es allein auf Google Video fast 6000 Views. Ein toller Marketing-Erfolg ermöglicht durch Web 2.0.

... vermittelt mein Eintrag in unserem Solarium-Blog.

Donnerstag Mrz 15, 2007

... möchte ich künftig meine Beiträge schreiben - auch wenn sie Verweise auf Artikel in englischer Sprache enthalten werden. Sicher ist die potentielle Leserschaft für englische Artikel deutlich größer, andererseits scheint es mir für die kulturelle Vielfalt wichtig, muttersrachliche Beiträge beizusteuern - gerade auch mit technischem Schwerpunkt. Für alle, die sich etwa für ZFS näher interessieren, ist in der Dezember-Ausgabe 2006 des Informatik Spektrum ein sechsseitiger Artikel von mir erschienen (S. 451 - 456). Mitglieder der Gesellschaft für Informatik erhalten diese Zeitschrift übrigens im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. ZFS war auch schon auf der Agenda der Stuttgarter Veranstaltungsreihe Solaris@STEP, die ich mit unserem Schulungspartner AS-Systeme etabliert habe. Dies sind kostenfreie Abendveranstaltungen zu aktuellen oder spannenden Themen rund um Solaris und OpenSolaris - die nächste Veranstaltung am 3. Mai dreht sich um LDOMs, XEN und Neuerungen bei den Solaris Containern.

Auch unser Gruppen-Blog Das Solarium bietet deutschsprachige Beitrage zu Themen rund um Solaris und OpenSolaris - besonders bemerkenswert unser Container Leitfaden und ein Video zu einer kreativen Nutzung von ZFS auf USB-Sticks - in Anspielung auf den hybriden Daten Server Sun Fire X4500, der unter dem Codename "Thumper" entwickelt wurde "Ein Thumper für Arme" - und das Ganze in der Art der CSI-Fernsehserien. Dieses Video gab's zuerst auf Deutsch, und wurde wegen des großen Erfolgs - allein auf Google View aktuell 5620 Views - jetzt auch in Englische synchronisiert. Das ist doch was. Das "Corpus Delicti" daraus gibt's übrigens aktuell auf der CeBIT auf dem Sun Stand A90 in Halle 1 zu sehen. Und mich trifft man dort auch - außer am Samstag.

I haven't blogged for a while - and while I now really want to re-start this effort and blog regularly it's also time to re-think my blogging approach. At Sun we are putting more focus on localized communities. Jonathan Schwartz blog is being translated in 10 languages - including German. At the recent First OpenSolaris Developer Conference in Berlin I heard from Jim Grisanzio (who by the way took quite a numer of pictures - see here and pictures from others there), that there is now a japanese opensolaris.org site. So it seems to me it's time to add my part to a wider representation of German on blogs.sun.com.

Montag Sep 04, 2006

Solaris 8 was released in spring 2000. Now after more than six years its end of life has been announced - but this only means that we will stop shipping media kits in February 2007 and that the clock towards the end of service life starts ticking for five years. End of service life will be March 31, 2012. This is a pretty long lifecycle e.g. compared to the seven years offered by RedHat for their Enterprise Linux. With the Solaris lifecycle model Sun has found a good balance between innovation and stability. In the Linux space there is still a discussion about wether such a balance can be found. Kroah-Hartman who works with Chris Wright to maintain the 2.6.x.y kernel patches recently stated "I think the enterprise stable kernel model doesn't work","I think stable enterprise Linux is really an oxymoron". The Solaris model has a much stronger focus on the stability aspects needed for binary distributions whereas in Linux there is a stronger focus on the freedom to innovate in the source code, as can been seen from the deliberate decision to have no stable binary interface for device drivers. Solaris offers the DDI/DKI. For layered software the lifecycles are even shorter. MySQL AB is about to draw the curtain on older databases and they have come up with a lifecycle model offering five years of support.

Mittwoch Aug 23, 2006

Linux distribution vendors now recognize that Solaris has taken a lead in one dimension of virtualization - that of an application environment - with its Container technology. Virtualizing the application environment, the application/OS interface is much more lightweight and efficient performance-wise than virtualizing the OS/HW interface. Actually both approaches are complementary and may even be used together to archieve different goals. A CNet News Article summarizes their plans for technologies similiar to Solaris Containers. Yet this will still take some time, whereas Solaris Containers are already deployed in production. For those in the neighbourhood of Stuttgart, Germany the next Solaris@STEP event on Sep. 13 may be interesting at which Jörg Hoss from TDS will talk about their use of Solaris Containers to run SAP environments (in german).

Dienstag Aug 15, 2006

DTrace is one of the key innovations in Solaris 10. It was the first technology Sun immediately released when OpenSolaris was announced. Now Apple has picked up DTrace for its upcoming Mac OS X Leopard release. Bryan Cantrill has more details. This clearly demonstrates that OpenSolaris is really open source, just do not limit yourself by using a restrictive license like the GPL.

Update Aug. 22: Pawel Dawidek is porting ZFS, Suns next generation filesystem, to FreeBSD and has already made good progress after just 10 days. There is also the ZFS on FUSE/Linux project porting ZFS to Linux in userspace. This approach can be used to get around the license restrictions the GPL enforces for the Linux kernel.

I will give a talk on ZFS at the at the german Linuxworld Conference in November.

Montag Jul 10, 2006

Having returned from a vacation on Madeira, a lovely island (well, actually a mountain) in the Atlantic ocean, I came across two articles quoting Rich Green, Sun's new Executive Vice President of Software, and Simon Phipps, Sun's Chief Open Source Officer: eWEEK:Sun to Focus on Identity-Based Middleware and CNET: Sun's open-source odyssey which offer some insight into Sun's software open source directions. Scott McNealy is still around and likes to translate paradigms provocatively from IT to other industries - "Wouldn't it be great to open source drug development?" ( internetnews.com: Scott McNealy's Still Got Game)

Great news is that CNET: Microsoft bends on OpenDocument

Freitag Jun 02, 2006

Some conferences, magazines etc. picked up the word Linux as a hyped synonym for "OpenSource". Now they recogize that the Open Source world is actually much wider than just Linux. And Open Solaris get's invited to the party. We have been invited to offer a whole track on OpenSolaris at the german LinuxTag 2006, a conference which despite its name actually adresses OpenSource in general. At this event Andrew Morton, the lead maintainer of the Linux production kernel, gave a talk with got a lot of attention from the press: Linux kernel 'getting buggier,' leader says.

Solaris has some advantages which make a difference - I recently came across an interesting paper Solaris vs. Linux: Framework for the Comparison in Large Enterprise Environments by Dr. Nikolai Bezroukov which elaborates quite a bit more on this topic than most others around.

Mittwoch Mrz 01, 2006

Jointly with the German Heise Verlag we have put together a DVD for x86 platforms with a special build of Solaris Express Community Release Build 31 for x86, the OpenSolaris sources (build 31), the Sun Studio 11, and Java Studio Enterprise 8 developer tools, a prototype of BrandZ that matches build 31, and a bunch of other contributions including the Solaris Software Companion 1/06. 4GB worth of great software - much more convenient to get than through lengthy downloads. And it includes a great developer environment to be used on (and for) the OS it comes with or on a plain Solaris 10.It comes with the 4/2006 issue of iX-Magazin, a leading German UNIX-oriented publication. To follow up on this my team, Sun's german OS-Ambassadors, has set up a group blog (in german): Solarium. P.S.: Kudos to Detlef Drewanz - he actually did most of the work :-)
Sun will again have a large booth March 9 - 15 at CeBIT, world's largest IT fair. We'll share with you our latest products, technologies, vision, and ideas. I will be talking (in German) on Sun and Open Source in IT Roundtable Sessions on Saturday, March 11. I'll be around on the booth through the whole free - so we might meet in Hannover.