Dienstag Feb 06, 2007

Das Quartal, KKR usw.

Was für eine Woche! Es gab unzählige Telefongespräche mit Investoren und Kunden, und ich möchte nun ein paar Kommentare und Reaktionen mit Ihnen teilen. Wie Sie wissen, haben wir letztens unsere Ergebnisse für das 2. Quartal sowie eine Beteiligung von KKR bekanntgegeben. Dem vorangegangen war bereits die gemeinsame Mitteilung mit Intel. Wir hatten also ziemlich viel zu tun, und damit keine Fragen offen bleiben, hier ein kurzer Überblick.

1. Was denken Sie über das Quartal?
Ich bin mit der Leistung des Teams sehr zufrieden. Was ich meinen Leuten intern gesagt habe, war: „Ich bin über unseren Erfolg ganz aus dem Häuschen“, aber unser Investor Relations Team meinte, dass dieser Satz für die Finanzwelt vermutlich schwer zu analysieren sein (die PR-Abteilung meinte außerdem, dass er meiner Mutter wohl auch nicht gefallen würde), also haben wir uns auf ein gemäßigteres „Ich bin mit der Leistung des Teams sehr zufrieden“ geeinigt.

Es war wirklich ein sehr gutes Quartal, wir haben viele unserer internen Ziele übertroffen, und die strategischen Ankündigungen haben für unglaublich viel Bekanntheit und Dynamik gesorgt. Die Auswirkungen sind weltweit zu spüren. Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Das Buch The Tipping-Point ist eine sehr empfehlenswerte Flugzeuglektüre.

2. Was ist das für eine Sache mit KKR?
Für alle, die es noch nicht wissen: KKR ist ein (sehr) großer privater Investor, einer der cleversten und erfolgreichsten in der Geschichte der Geldanlagen. Das Unternehmen ist außerhalb der Finanzwelt wenig bekannt, doch seine Erfolge sind mehr als nur beeindruckend.

3. Warum soll KKR in Sun investieren?
Zunächst einmal ist diese Investition eine Bestätigung unseres Erfolgs: KKR erkennt eindeutig unser Potential. Weitere Vorteile sind das Fachwissen der Mitarbeiter, ihr neuer Blickwinkel, der Zugriff auf ihr Unternehmensportfolio und die Zusammenarbeit mit unglaublich intelligenten Menschen – wir konnten schlichtweg keine Nachteile entdecken. Was die finanzielle Transaktion angeht, hier eine kurze Zusammenfassung (Achtung – es ist wirklich nur eine kurze Zusammenfassung. Die genauen Einzelheiten finden Sie in dieser Datei unserer Freunde von der SEC.):

KKR leiht uns Geld zu einem extrem niedrigen Zinssatz und darf dafür unsere Aktien kaufen, wenn diese den Ausgabepreis um über 25 % übersteigen. Das nennt man „Wandelanleihe“.

4. Brauchen Sie das Geld?
Um Himmels Willen, nein! Wir hatten vor dem Vertragsabschluss über 4 Milliarden US-Dollar Barmittel zur Verfügung und weisen eine der besten Bilanzen aller Technologie-Unternehmen auf. Das Geld brauchen wir nicht.

5. Wenn Sie das Geld nicht brauchen, warum beschaffen Sie es dann?
Weil man Geld beschafft, wenn es günstig ist und man es nicht wirklich braucht. Glauben Sie mir, ich habe schon Geld beschaffen müssen, als ich es gebraucht habe, und das mache ich nicht nochmal! Mit 4,8 Milliarden US-Dollar in flüssigen Mitteln und umsetzbaren Darlehenssicherheiten vor dem Vertragsabschluss verfügen wir über eine der besten Bilanzen der Welt. Damit stehen uns alle Möglichkeiten offen.

6. Streben Sie eine Privatisierung an?
Nein.

7. Planen Sie jetzt Firmenübernahmen?
Wir möchten den Wert von Sun weiter ausbauen. Ich habe keine Meinung dazu, wie wir die besten Ergebnisse erzielen: Im eigenen Unternehmen oder durch Zukauf anderer Unternehmen. Allerdings gilt: Wachstum + Volumen = Umsatz-Leverage

8. Handelt es sich um eine feindliche Übernahme?
Ganz und gar nicht. Das Direktorium und ich möchten eng mit KKR zusammenarbeiten. Ihre Aufgabe ist es, den Wert für die Aktionäre zu steigern, und darin sind sie unglaublich gut. Um es ganz klar zu machen: Sie haben ein Stillhalteabkommen unterzeichnet, das nur den Erwerb eines kleinen Unternehmensanteils erlaubt.

9. Handelt es sich nicht nur um eine kurzfristige Investition?
Sehen Sie sich mal diese Zahl an: Die durchschnittlich Besitzdauer eines Unternehmens, in das KKR investiert, beträgt sieben Jahre. Sieben. Jeder CEO wird Ihnen bestätigen, dass er froh wäre, wenn *alle* Investoren sich verhalten würden wie KKR. Ich glaube nicht, dass wir außer Scott einen wichtigen Investor hatten, der seine Aktien so lange behalten hat. Was CEOs und CFOs wirklich in den Wahnsinn treibt, sind Investoren, die Ihre Aktien sieben Minuten lang behalten. Unsere Aktie ist eine der am häufigsten gehandelten an der Wall Street, wir haben also viele dieser Investoren. Daher ist es gut, wenn an der Investorenbasis Stabilität herrscht.

10. Welche weiteren Vorteile entstehen?
Wie bereits erwähnt, verfügt KKR über ein Portfolio an Unternehmen, an denen sie wichtige Beteiligungen halten. Werfen Sie einen Blick auf diese Liste und sagen Sie mir dann, ob Sie eine Empfehlung von KKR sinnvoll finden würden. Außerdem haben wir einen Mitarbeiter von KKR eingeladen (ja, eingeladen, das war eine der Voraussetzungen für die Zusammenarbeit), unserem Direktorium beizutreten. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle. Wir hoffen, dass unser Team dadurch zu noch mehr Fachkenntnis und neuen Erkenntnissen gelangt.

Und schließlich ...

11. Stimmt es, dass James Gosling letzten Freitag in Menlo Park, Kalifornien, eine spontane Feier (dort als „beer bust“ bekannt) organisiert hat?
Tut mir leid, diese Information ist vertraulich und ich kann das Gerücht weder bestätigen noch dementieren. Wenn es jedoch wahr ist, dann wäre es das erste Mal seit ... nun ja ... einigen Jahren gewesen. Solche Feste (bzw. ihre kulturell angemessenen Entsprechungen) könnten sich ebenfalls auf die ganze Welt auswirken.

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