Der richtige Umgang mit Bestsellern
In meiner Nachbarschaft gibt es zwei Buchhandlungen. Diese Läden sind so verschieden wie Tag und Nacht.
Der erste orientiert sich an Bestsellerlisten, bewirbt zugkräftige Titel und nutzt Schaufensterauslagen sowie traditionelle Verkaufsmethoden, um den Umsatz zu steigern. Die Geschäfte laufen offenbar gut, und das Jahr für Jahr. Die zweite Buchhandlung, die sehr beliebt ist und als eine Art Juwel der Gemeinde betrachtet wird, lässt Kunden an den (durchdachten) Meinungen der Mitarbeiter teilhaben. Überall im Geschäft sind kleine Kärtchen mit diesen Meinungen an den Regalen angebracht. Präsentiert werden die Bücher in alphabetischer Reihenfolge, mit einer Neutralität, die an Bibliotheken erinnert.
Die erste,â•≠äußerst markt- und saisonorientierte Buchhandlung ist offenbar ziemlich erfolgreich. Die zweite hingegen, so lieb und teuer sie der Gemeinde auch sein mag, kämpft ums Überleben.
Welch seltsame Einleitung für einen Artikel über Storage-Arrays für Rechenzentren, mögen Sie denken. Nach einer weiteren Woche, in der eine wirtschaftliche Hiobsbotschaft die nächste jagte (Verluste in Milliardenhöhe und Hilfsprogramme für einige der größten Unternehmen der Welt), ist mir jedoch nichts besseres eingefallen. Doch ich will nun wirklich nicht über die Wirtschaft reden (oder darüber, dass mich ironischerweise ein Wall-Street-Analyst, der Sun mit einem Sell Rating bewertet hat, nach einem Job gefragt hat). Auch die Regeln des Buchhandelsvertriebs sind nicht mein Thema. Was mir am Herzen liegt, sind Storage und Flash-Speicher weitaus schillerndere Themen (jedenfalls für mich).
Wie Sie wissen, ist Flash-Speicher dabei, die Rechenzentren in rasantem Tempo zu erobern. Flash-Speicher verfügt über außergewöhnliche Leistungseigenschaften und reagiert im Allgemeinen auf Anforderungen zum Lesen und Schreiben von Daten um ein Vielfaches schneller als ein herkömmliches Festplattenlaufwerk bis zu Hunderte Mal schneller. Außerdem erfordert Flash-Speicher wenig oder keinen Strom, erzeugt kaum Wärme und ist gegenüber Erschütterungen und Temperaturschwankungen unempfindlich. Dazu kommt der tolle Name: Flash-Speicher wer hätte so etwas nicht gern in seinem Rechenzentrum? (Gerüchten über die angeblich geringere Zuverlässigkeit von Flash-Speicher im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten wird hier der Boden entzogen.)
Sun stellte vor Kurzem ein mit Flash-Speicher optimiertes Storage-Array vor. Es trägt einen ähnlich schillernden Namen, Sun Storage 7000, und ist ein so genanntes Open Storage-Array. Das heißt, es enthält sowohl Standardkomponenten (Flash und Festplatte) als auch Open Source-Software (hier finden Sie eine hervorragende Zusammenfassung).
Das Sun Storage 7000-System zeichnet sich durch eine erstaunliche und interessante Eigenschaft aus: Es lernt. Je länger es seiner Arbeit nachgeht, mit Anwendungen interagiert und Daten bereitstellt, desto schneller wird das Gerät. Wie es das schafft, hat mit den Buchhandlungen zu tun, die anfangs beschrieben wurden.
Die meisten Storage-Arrays verhalten sich wie der erfolglose Buchladen, der Bücher nach einem Sortierverfahren anordnet, dem der Benutzer keinen Wert beimisst: Festplatten unternehmen keinerlei Anstrengungen, die Daten nach der Zugriffshäufigkeit anzuordnen. Folglich werden beliebte und unbeliebte Inhalte mit derselben Latenzzeit bereitgestellt (oder beliebte sogar mit höherer Latenz). Storage-Architekten bemühen sich nach Kräften, Notlösungen für das Problem zu finden. Die meisten scheitern jedoch und greifen zum Mittel des massiven Over Provisioning. Das heißt, sie verschleudern Geld mit dem Short Stroking von Daten. Dabei werden sämtliche Daten auf die äußeren Bereiche einer Festplatte geschrieben, die Bereiche mit der höchsten Zugriffsgeschwindigkeit, wo die Lese-/Schreibperformance am besten ist. Dies funktioniert zwar, ist jedoch höchst ineffizient. Ressourcen (Geld, Energie, Platz, Festplatten) und Geduld werden so überstrapaziert und verschwendet.
Sun Storage 7000 hingegen verhält sich wie die umsatzorientierte Buchhandlung. Das System verwendet Algorithmen (anstelle von Speicheradministratoren), um die Daten, auf die am häufigsten zugegriffen wird, flexibel dort zu platzieren, wo sie am schnellsten abgerufen werden können: im Flash-Speicher. (Ein Softwareanalyst fragte mich heute in einem Gespräch, warum wir uns mit dem Hardwaregeschäft abgeben, wenn unsere Software-Assets doch so viel wert sind. Dies ist ein hervorragendes Beispiel: Der Wert liegt nicht in der Software oder Hardware selbst, sondern in den Systemen, die wir damit entwickeln.)
Das interne Betriebssystem (OpenSolaris, gepaart mit ZFS) wärmt das Gerät nach dem Start sozusagen auf es überwacht den Datenverkehr, stellt fest, auf welche Dateien am häufigsten zugegriffen wird, und sorgt für ihre Zwischenspeicherung in Flash. Danach sind die Daten nahezu sofort verfügbar. Anschließend kann das 7000 wesentlich langsamere Festplatten mit geringerem Stromverbrauch für die Daten verwenden, auf die selten zugegriffen wird. Das Ergebnis? Häufig genutzte Dateien (Hot Files) werden um ein Vielfaches schneller bereitgestellt als mit hochwertigen Turbofestplatten der Enterprise-Klasse, selbst bei Short Stroking (hatte ich bereits erwähnt, dass diese Festplatten ein Vermögen kosten?). Kunden profitieren von einer drastischen Senkung der Ausgaben für Geräte, Energie, Kühlung, Platz usw.
Aus Sicht des Endnutzers sieht das so aus: Die Titelseite Ihrer Nachrichten-Website, die Produkte oder Inhalte, auf die am häufigsten zugegriffen wird, oder das Facebook-Profil des Piloten, der gerade 155 Passagieren mit einer Notlandung in einem Fluss das Leben gerettet hat, werden blitzschnell bereitgestellt. Alle sind glücklich: die Benutzer, Ihr CFO und nicht zuletzt Ihre Familie, mit der Sie mehr Zeit verbringen können. (Gäbe es eine für MySQL optimierte Maschine, dann wäre es diese. Das Gerät lässt sich jedoch auch hervorragend mit Oracle, DB2 und SQL Server einsetzen und natürlich Postgres.)
Es liegt klar auf der Hand: Wenn Sie die Bestseller im ersten Regal auslegen, das dem Kunden nach dem Betreten des Geschäfts ins Auge fällt, kauft er viel eher ein Exemplar, als wenn die Bücher in alphabetischer Reihenfolge im Laden präsentiert werden. Mit den Bestsellern ändern sich auch Ihre Werbeaktionen und Auslagen. Wenn Sie Ihr Angebot der Nachfrage anpassen, gewinnen Sie mehr Kunden und machen mehr Umsatz. Auf dieser Prämisse fußt Sun Storage 7000: Systeminnovation dient der Steigerung der Performance, Beseitigung der Latenz und drastischen Kürzung der Anschaffungs- und Betriebskosten.
Durch dieses Verhalten macht sich eine Buchhandlung in meiner Wohngegend weniger beliebt, doch es erhöht die Sympathien für Sun im Rechenzentrum. Sun Storage 7000 wird damit außerdem zu einem aussichtsreichen Anwärter auf einen Platz in der Bestsellerliste der Storage-Branche.
Wenn Sie Wiederverkäufer oder Kunde sind und Sun Storage 7000 kostenlos testen möchten, klicken Sie hier...
Ein hervorragender Simulator steht hier als kostenloser Download zur Verfügung, damit Administratoren die Benutzeroberfläche und die Diagnostikfunktionen des 7000 testen können, ohne ein Gerät installieren zu müssen.
Apropos Bestseller: Im folgenden Video spielt das 7000 eine Hauptrolle. Hier wird gezeigt, wie Sie Ihre Storage-Arrays nicht zu Bestleistungen motivieren.











