Der Wind hat sich gedreht
Seit meinem letzten Blog sind bereits einige Wochen ins Land gegangen und nicht weniger als drei Hurricanes übers Land gezogen. Viele meiner Leser haben mich auf meine Abwesenheit aufmerksam gemacht vielen Dank für den sanften Schubs.
Diesen Sommer hat sich einiges getan, und zwar in vielerlei Hinsicht. Die Kundennachfrage ist nach wie vor ungebremst. Das Gute an der ansonsten ausgesprochen unguten Wirtschaftskrise, unter der viele Kunden (vor allem die für uns so wichtigen Finanzdienstleister) leiden, ist jedoch: Sie wird zum Auslöser grundlegender Veränderungen. Kunden, die unter zunehmender Budgetknappheit leiden oder die ständigen Preiserhöhungen ihrer Anbieter satthaben, stehen neue Möglichkeiten zur Verfügung. Und noch nie war der Anreiz so groß, neue Wege zu gehen (vor allem, wenn der CEO eine Budgetkürzung um 50 Prozent ankündigt).
Ich führte kürzlich ein ausgesprochen interessantes Gespräch und zwar nicht mit einem Kunden, sondern mit einem Aktienanalysten eines global agierenden Finanzdienstleisters. Berichte von Aktienanalysten beeinflussen die Anlegergemeinde. Ihre unabhängige Forschung und Analyse dient unter anderem als Grundlage für Empfehlungen, Aktien zu kaufen, zu behalten oder abzustoßen. (Was den Brötchengebern der Analysten nur Recht ist, schließlich kassieren sie dann ordentliche Courtagen.)
Besagter Analyst hatte sich bisher mit Sun nicht beschäftigt und war dabei, seine erste Bewertung zu erstellen. Er war besonders an unseren Speicherplänen interessiert. Immer mehr von ihm befragte Kunden widmeten sich dem Thema Speicher und sprachen über eine besondere Open Source Software-Technologie: ZFS. Vor seinem Treffen mit mir sprach er mit Kollegen seiner eigenen IT-Abteilung und war schwer beeindruckt, dass einer von ihnen ZFS bereits privat nutzte. Das ist Musik in meinen Ohren! Wenn auch Sie gerne ZFS nutzen möchten, klicken Sie hier oder auf die rechts dargestellte Live-CD.
Sie werden zugegebenermaßen feststellen, dass das Thema Speicher bei Sun immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Die Übernahme von MySQL stellte nicht nur eine Erweiterung des Angebots für Entwickler dar, sondern war auch eine Akquisition im Speicherbereich Die Diskussion um Flash-Speicher, ökonomische Archivierungslösungen und das parallele Dateisystem Lustre zeigen auf, wohin die Richtung geht und wo Sun fantastische Chancen für seine Kunden (und damit auch Investoren) sieht. Speicher- und Rechensysteme haben eine parallele Entwicklung durchlaufen. Wir bringen die Trends, die vor einigen Jahren die Serverlandschaft verwandelten (intensive Beteiligung an offenen Entwicklergemeinden sowie Skalierung mithilfe von geclusterten Standardbausteinen gegenüber proprietären Technologien), in das traditionell geschlossene und proprietäre Speichersegment.
Die Vorstellung, dass sich Kunden an offenen Entwicklergemeinden beteiligen, mag einige traditionelle Speicheranalysten abschrecken, die nach wie vor der Meinung sind, dass Speichersysteme zu geschäftskritisch sind, um Open Source Software dafür einzusetzen. Obwohl ich die Erfahrung dieser Analysten zu schätzen weiß, bin ich doch der Ansicht, dass auf dem heutigen Markt kein Schwarz-Weiß-Denken mehr angebracht ist. Fakt ist, dass in unternehmenskritischen Umgebungen nur Software mit Support eingesetzt werden sollte, weswegen wir ZFS mit einem kommerziellen Rund-um-die-Uhr-Support anbieten (sowohl für Hardware von Sun als auch von Dell). Die umfassende Nutzung der Ergebnisse von Open Source-Projekten wird weiterhin für tiefgreifende Veränderungen in Rechenzentren rund um den Globus sorgen. In seiner Prognose, dass 90 Prozent der Unternehmen weltweit in Zukunft auf Open Software setzen, schweigt sich Gartner jedoch darüber aus, in welchen Bereichen diese eingesetzt werden wird. Mein todsicherer Tipp lautet: in sämtlichen Unternehmensbereichen.
Doch zurück zu unserem Aktienanalysten. In geduldigem Ton fragte er mich: Die Theorie klingt toll, aber wann spiegelt sich das im Umsatz wider?
Letztes Jahr, entgegnete ich. Und es hat gerade erst angefangen.
Wie viele von Ihnen bereits wissen, brachten wir unser erstes ZFS-Speichersystem unter dem Namen Thumpers im Jahr 2007 auf den Markt. Ende letzten Jahres lag der Auftragswert von Thumpers bei rund 100 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 80 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht. Gemessen an der Kapazität lieferten wir im Finanzjahr 2008 rund 90 Petabyte an Thumper-Speicher, unter anderem für einige der anspruchsvollsten Speicher-Umgebungen der Welt (ein Anstieg von rund 200 % im Vergleich zum Vorjahr) Was trägt zu einem weiteren Wachstum bei? Der Einsatz von ZFS ist ein wichtiger Wachstumsfaktor. Auf diesem Diagramm sehen Sie, wo wir weitere Einsatzgebiete, und damit Umsatzmöglichkeiten, sehen. Kunden erkennen, dass sie auf diese Weise Geld, Platz und Strom sparen können. Im Vergleich zu anderen Produkten bietet Thumpers ungefähr die doppelte Kapazität, nimmt nur halb so viel Platz in Anspruch und kostet dabei nur die Hälfte, nämlich 1,20 US-Dollar pro Gigabyte. Diese effiziente Hardware-Ausnutzung erfolgt sowohl mit Windows als auch mit Linux.
Aus unserer Sicht wird das Konzept des offenen Speichers, also Systeme, die aus Standardelementen und Open Source Software bestehen, in der Zukunft weit mehr Anhänger finden, als proprietäre Speichersysteme. Dieses Wachstum wollen wir gezielt nutzen und werden aus diesem Grund im Laufe der kommenden Monate zahlreiche Speicherinnovationen auf den Markt bringen, um der wachsenden Kundennachfrage nach besseren/schnelleren/günstigeren/platzsparenderen Systemen nachzukommen. Sie dürfen auf Flash-, ZFS- und DTrace-Lösungen gespannt sein. Auch das gute alte System-Engineering wird eine wichtige Rolle bei unserem gewaltigen Vorstoß in den Speichersektor spielen.
Und falls Sie unsere Ankündigung vergangene Woche verpasst haben sollten: Wir sehen uns durch Branchenanalysen in unserem Vorhaben bestätigt. Laut IDC nutzen Kunden Plattenspeicherlösungen von Sun weit mehr als sämtliche anderen proprietären Lösungen der Konkurrenz. Die Wachstumsrate ist dabei dreimal so hoch wie die des gesamten Marktes. Eine durchaus annehmbare Ausgangsposition.
Wenn Sie gerne mehr erfahren und eine Testversion eines Thumper-Systems ausprobieren möchten, klicken Sie einfach hier und wählen Sie Ihr Land aus. Wir bieten weltweit für die meisten Systeme kostenlose Testversionen an und übernehmen sogar die Lieferkosten. Wenn Ihnen unser System gefällt, kaufen Sie es. Wenn nicht, kümmern wir uns um die Rücksendung. Ihnen entstehen dadurch keinerlei Verpflichtungen. Noch näher kommen wir an kostenlose Hardware-Downloads nicht heran.
Wie ich dem Analysten bereits sagte, braucht man nur einen Blick auf die von uns bereits gelieferten Ergebnisse zu werfen, um eine direkte Verbindung zwischen Open Source-Innovationen und Umsatzwachstum zu erkennen. ZFS wird wohl keinen großen Einfluss auf die Nachfrage nach unseren bisherigen Produkten haben. Die Technologie wird jedoch eine wichtige Rolle hinsichtlich der vor uns liegenden Marktchancen innerhalb dieser Branche spielen. Aber verlassen Sie sich nicht nur auf unsere Meinung hier bei Sun. Verlassen Sie sich lieber auf die Meinung unserer Kunden. Und die spüren deutlich, dass sich der Wind gedreht hat.
Posted on 12:00AM Sep 07, 2008 |



















