Ein (weiterer) Sieg für Open Storage
Wikipedia, eine der weltweit meistbesuchten Websites (Nummer 8 unter den Top 10 um genau zu sein), bietet einem Publikum, das so groß ist wie das Internet selbst, eine unglaubliche Vielfalt an Inhalten.
Doch Wikipedia ist viel mehr als nur eine reine Online-Enzyklopädie es ist mittlerweile zu einer der größten Suchmaschinen der Welt geworden und bietet sowohl Live-Nachrichten als auch Informationen aus den Bereichen Bildung, Politik und Gesundheit. Viel wichtiger jedoch ist: Wikipedia zählt zu den wertvollsten Marken und Medien dieser Welt.
Wikipedia ist zudem ein gutes Beispiel für das Phänomen, bei dem ein Marktsegment so schnell wächst, dass die Technologieentwicklung nicht mehr hinterherkommt. Technologiefirmen sollten derartigen Entwicklungen besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie sorgen nämlich nicht nur für ein Gesamtwachstum des Marktes, sondern häufig auch für grundlegende Neuerungen im Technologiebereich. Generell lässt sich sagen, dass soziale Medien, wie kostenlose Nachrichten, Social Networking und gemeinsam genutzte Inhalte genau diesen Wandel in Gang setzen: Sie bestimmen, welche Architekturen erforderlich sind und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um Inhalte einer Vielzahl von Nutzern auf möglichst wirtschaftliche Weise verfügbar zu machen.
Daher war ich hocherfreut, dass Wikimedia sich gegen proprietäre Alternativen und für unsere Open Storage-Plattform entschied, um die geplante Bereitstellung von Rich Media-Inhalten, wie hochauflösenden Videos oder temporär verfügbaren Inhalten, an die weltweit über 250 Mio. Benutzer zu bewältigen. Ein wahrhaft großes Publikum, das darauf wartet, qualitativ hochwertige Inhalte hochzuladen und interaktiv zu nutzen.
Wie auch Wikipedia stützen sich die größten Websites rund um den Globus auf unsere MySQL-Datenbank (werfen Sie mal einen Blick auf die Top 100). Aus diesem Grund haben wir kürzlich eine neue Systemplattform-Reihe vorgestellt, die speziell auf den Betrieb von MySQL ausgelegt ist und eine bis zu dreimal höhere Leistung als alternative Standardsysteme bietet es ist schließlich weitaus einfacher, Produkte an Kunden zu verkaufen, die sich bereits für Sun entschieden haben. Wir erweitern diese Palette nun mit unseren neuesten Open Storage-Angeboten, die auf einen fünf- bis fünfzigmal schnelleren Betrieb von ZFS ausgelegt sind. Wie immer gilt: Alle Systeme können hier kostenlos getestet werden wählen Sie einfach das gewünschte System aus, wir übernehmen sämtliche Kosten für den Hin- und Rücktransport.Und wo ich schon mal beim Thema Systeme bin: Ich wurde darum gebeten, unsere kürzlich stattgefundene Software-Umstrukturierung zu erläutern, in deren Rahmen wir drei Schwerpunktgruppen eingerichtet haben: für Systeme, Anwendungen und Cloud-Computing. Weshalb diese Veränderungen?
Einer der Hauptgründe für mich war zunächst einmal, dass wir Wikipedia als Kunden gewonnen haben. Ich möchte unser Angebot für Kunden erweitern, die unsere Systemsoftware wie MySQL und ZFS in einem sehr großen Umfang einsetzen und daher von uns und unseren OEM-Partnern erwarten, dass wir Hardware und Software für einen reibungslosen Betrieb optimal aufeinander abstimmen.
Des Weiteren verdeutlicht diese Umstrukturierung, was (für uns) bereits offensichtlich ist: Der Storage-Markt wird größer als der Servermarkt, auch wenn sich dies nicht so ohne Weiteres erkennen lässt, da die Märkte dank Verwendung derselben Systemsoftware und Hardware miteinander verschmelzen. Auch in Sachen Netzwerke ist dieser Trend zu verzeichnen, doch dazu mehr in künftigen Blogs.
Der letzte Grund war der, dass Markteinführung, Marketing und Vertrieb von Software nicht zwangsläufig gleichbedeutend sind mit dem Erzielen von Umsätzen. Und da die Einführung von ZFS bereits voll im Gange ist, steht die Abstimmung der technischen und geschäftlichen Ausrichtung nun bei uns an erster Stelle. ZFS ist der wichtigste Wachstumsfaktor für unseren aktivsten Geschäftszweig. Der Absatz von ZFS-basierten Open Storage-Systemen stieg im letzten Quartal um über 150 % an, und übertrifft damit denjenigen anderer proprietärer Anbieter bei Weitem).
Wie sehr kann unser Geschäft mit dem Wikipedia-Phänomen noch ansteigen? Nun, es sind nicht nur Unternehmen wie Wikipedia, die branchenweit neue Anforderungen an die Skalierbarkeit stellen. Da wäre noch eine Online-Bank, mit der ich mich letzte Woche traf und die derzeit weltweit über 100.000 Konten betreut. Oder die Behörde, mit deren Vertretern ich neulich gesprochen habe und die Services zur Verlängerung von Millionen von Führerscheinen und Ausweisen benötigen. Bei diesem Phänomen geht es um Anwendungen, nicht um Kunden. (Bedenken Sie, dass sogar Wikipedia seine Lohnabrechnung machen muss, wofür nicht gerade ein Social Media-Anwendung erforderlich ist.)In einer offen vernetzen Welt sind diese Anwendungen gleichbedeutend mit einem gesellschaftlichen Phänomen und gesellschaftliche Phänomene nehmen bekanntlich keine Rücksicht auf Ihr IT-Budget. Mit anderen Worten, ein Startup-Unternehmen mit zehn Mitarbeitern möchte ebenso wenig wie eine Einzelhandelskette mit 10.000 Mitarbeitern horrende Summen für Storage ausgeben, nur weil sie gerade eine globale Marktchance entdeckt haben. Und aus genau diesem Grund tendieren beide Seiten der Branche in Richtung Open Source und Open Storage.
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(Zu guter Letzt noch eine Entschuldigung an die OpenOffice-Community: Wir werden keine Werbung in OpenOffice.org platzieren, vielmehr entwickeln wir Partnerschaften zur Vermarktung und Förderung der Marke StarOffice und der Cloud, die wir dahinter entwickeln.
Posted on 10:47AM Nov 26, 2008 |


















