Freie Virtualisierung und unsere Ergebnisse für das 2. Quartal
Lesen Sie bitte die glasklare Safe-Harbor-Erklärung unten auf dieser Seite ...
Letzten Donnerstag gaben wir offiziell unsere Umsatzzahlen bekannt, die wir in der Vorwoche bereits im Rahmen der Ankündigung unserer geplanten Übernahme von MySQL erwähnt hatten.
Die Ergebnisse für das zweite Quartal sehen wie folgt aus: Wir haben den Ertrag im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und erzielten 260 Mio. US-Dollar Nettoeinkommen auf 3,6 Mrd. US-Dollar Umsatz sowie 336 Mio. US-Dollar Betriebseinnahmen. Im selben Quartal kauften wir eigene Aktien im Wert von 750 Mio. US-Dollar zurück und bestätigten unser Jahresziel für ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich und mindestens 8 % Betriebsertrag im vierten Quartal (Akquisitionskosten ausgeschlossen).
Pessimisten werden bereits bemerkt haben, dass beim Gesamtumsatz lediglich ein geringer Zuwachs zu verzeichnen ist (nur knapp über 1 % gegenüber dem Vorjahr). Das liegt zum Teil an Änderungen der Verbuchung von Geschäften mit unseren Vertriebspartnern und Wiederverkäufern wir verzeichnen nun erst den Verkauf an einen Endbenutzer als Umsatz und nicht bereits die Lieferung an einen Geschäftspartner, der an Endbenutzer verkauft. (Dieses Verfahren gibt besseren Aufschluss über unsere Geschäfte.)
Durch diese Änderungen fällt die Zahl für das Umsatzwachstum ein paar Prozentpunkte niedriger aus. Auch die Differenz zwischen unserem Bestellungswachstum von mehr als 7 % (Bestellungen sind Aufträge, die innerhalb der nächsten sechs Monate geliefert werden) und unserem Umsatz (den innerhalb des Quartals gelieferten Aufträgen) ist auf diese Änderungen zurückzuführen. Als positive Nebenwirkung beschert uns das jedoch ein sehr gesundes Verhältnis von Bestellungen zu abgerechneten Aufträgen. Und das ist genau der Wert, den Investoren ihren Prognosen über die weitere Entwicklung zugrundelegen. Unsere gesamten passivischen Rechnungsabgrenzungsposten (Produkte und Services) stiegen ebenfalls deutlich an, im Vergleich zum Vorjahr um 24 % auf 2,7 Mrd. US-Dollar. Das ist eine solide Zuwachsrate.
Was waren die Höhepunkte des Quartals aus strategischer Sicht?
An erster Stelle steht das Interesse an Sun xVM. xVM ist unsere freie Plattform für Open Source-Virtualisierung, die wir neben unserer Managementplattform xVM Ops Center auf der Oracle Open World vorgestellt haben. xVM virtualisiert Windows, Linux oder Solaris auf Hardware von Dell, HP, IBM oder Sun. Das stößt in aller Welt auf reges Interesse, besonders bei Kunden, die es vermeiden möchten ihre großen Open Source-Rechenzentren auf Basis proprietärer Virtualisierungstechnologien einzurichten (Warum sollten wir einen Schritt zurück machen? wurde ich beispielsweise gefragt). Das Interesse an unseren Virtualisierungslösungen (von xVM bis zu Solaris-Containern) erstreckt sich auf alle Branchen und fast alle Kunden und steht so ziemlich an erster Stelle der Tagesordnung.
Nummer Zwei ist die Unterzeichnung eines Solaris OEM-Abkommens mit Dell. Dell empfiehlt und unterstützt Solaris somit für alle Server- und Blade-Plattformen. Dieses Abkommen ist für uns von enormer Bedeutung, denn die Unterstützung des volumenstärksten Anbieters von PC- und Standardhardware-Infrastruktur spielt eine große Rolle für unsere Kunden. Michael kam mit aufs Podium und lud mich netterweise zu Dells Regeneration ein (und wer kann dazu schon Nein sagen, besonders wenn es dazu ein Gratis-T-Shirt gibt?). Dell tritt an die Seite der Solaris OEM-Partner IBM und Intel. Ich würde gerne auch Hewlett Packard auf der Liste der Partner sehen, bei denen unsere Kunden Unterstützung für Solaris erhalten können.
In den aufstrebenden Märkten erzielten wir ein zweistelliges Wachstum dazu zählen Indien, China, Lateinamerika sowie Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten. Das Geschäft mit unserer UltraSPARC T2 Niagara-Plattform blüht: Aufträge im Wert von rund 285 Mio US-Dollar wurden ausgeliefert, das sind 100 % mehr als im Vorjahr. 100 % Wachstum! Worauf ist dieses Tempo zurückzuführen? Öko-Effizienz, Rohleistung, integrierte (also freie) Virtualisierung und Verschlüsselungs (Crypto)-Support: Es gibt jeden Tag neue Chancen. SPARC und Solaris 10 haben sich als offene Plattformen durchgesetzt und bereiten den Weg für neue Gespräche und Chancen (bei bestehenden wie bei neuen Kunden wenn Sie ein Niagara 2-System offizielle Bezeichnung T5120 oder T5220 kostenlos ausprobieren möchten, klicken Sie hier).
Beim Geschäft mit den x64-Systemen waren im Quartal keine großen Zuwächse zu verzeichnen. Das ist natürlich bedauerlich. Wir haben jedoch gerade erst unsere neuen Intel-Angebote eingeführt und erweitern unser Angebot an Blade-Systemen. Ich gehe daher zuversichtlich in die nächste Jahreshälfte, denn unser Angebot wächst und entwickelt sich ständig weiter.

Auch bei den High-End-Spitzensystemen, die wir in Zusammenarbeit mit Fujitsu herstellen, konnten wir ein Wachstum verzeichnen. Diese Systeme erzielen Leistungen, die unsere internen Schätzungen nicht nur erfüllen, sondern oft noch übertreffen, und wir sind hochzufrieden mit den strategischen Fortschritten der Partnerschaft von Sun und Fujitsu. Wo wir gerade bei den Partnerbeziehungen sind: Bei unseren Hitachi-Speichersystemen sowie unserem eigenen Bandspeichergeschäft verzeichneten wir ebenfalls einen Zuwachs. Wie erwartet steigt das Interesse an Bandspeicher als Archivierungsplattform bei Web-Unternehmen, die sehr große Datenmengen (z. B. von Benutzern erstellte Fotos und Filme) langfristig aufbewahren müssen. Große Datenmengen bedeutet in diesem Fall zwei- bis dreistellige Petabytezahlen. Neben dem Wachstum in Enterprise-Geschäft konnten wir auch bei unseren Services gute Zuwächse verzeichnen.
Wie sehe ich die Wirtschaftslage? Als ehemaliger Student der Wirtschaftswissenschaft will ich meine Fachkenntnisse gerne mit Ihnen teilen: Wir wissen es nicht. Und was sagen die Kunden? Sie setzen verstärkt auf Technologien, die Effizienz, Automatisierung und Wachstum herbeiführen. Und dabei spielen wir eine tragende Rolle, weitaus mehr als noch vor einem Jahr.
Kürzlich versammelten wir um die 150 unserer Geschäftspartner aus ganz Europa, Nord- und Südamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Was hörten wir von diesen Partnern? Das ist natürlich vertraulich, aber es hat schon seinen guten Grund, dass wir die Sektgläser heben. Das Anstoßen auf den Erfolg wird uns hoffentlich zur Gewohnheit werden.



Falls Sie einer der Partner sind, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben: Vielen Dank für die Zusammenarbeit. Wir engagieren uns für die Schaffung gemeinsamer Chancen und wissen den Wert unserer Beziehungen zu schätzen. Die Welt ist voller Chancen, auf deren gemeinsame Erschließung wir uns schon freuen.
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Safe-Harbor-Erklärung
Jonathans Blog enthält Prognosen zu künftigen Ergebnissen und Geschäftsleistungen von Sun, darunter auch Aussagen zu den Erwartungen bei Sun für das Umsatzwachstum im Finanzjahr 2008 und zum Betriebsertrag im vierten Quartal 2008, zur Strategie und zu Geschäftschancen sowie zu Erwartungen im Hinblick auf das Geschäft mit x64-Systemen. Diese Prognosen unterliegen Risiken und Unwägbarkeiten; die tatsächlichen Ergebnisse könnten daher maßgeblich von den in den Prognosen genannten Erwartungen abweichen. Faktoren, die wesentliche Abweichungen der tatsächlichen von den in diesen Prognosen erwarteten Ergebnisse verursachen könnten, sind unter anderem die mit der Entwicklung, der Konzeption, der Herstellung und dem Vertrieb neuer Produkte verbundenen Risiken; das Ausbleiben des erwarteten Erfolgs bei technologischen Fortschritten; Preisdruck; mangelnde Akzeptanz neuer Produkte durch Kunden; die Möglichkeit von Fehlern oder Mängeln in neuen Produkten; Wettbewerb; nachteilige Handelsbedingungen; Verlust wichtiger Mitarbeiter; die Einstellung oder Verzögerung von Projekten; unsere Abhängigkeit von nicht ersetzbaren Anbietern; Risiken im Zusammenhang mit unserer Fähigkeit zum Einkauf ausreichender Mengen an Komponenten zur Erfüllung der Nachfrage; Inventarrisiken sowie Verzögerungen bei der Produktentwicklung, der Kundenakzeptanz und der Implementierung neuer Produkte und Technologien. Lesen Sie bitte auch die regelmäßigen berichte, die Sun der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission vorlegt, darunter der Jahresbericht auf Formular 10-K für das Finanzjahr bis zum 30. Juni 2007 und die Quartalsberichte auf Formular 10-Q für das Quartal bis zum 30. September 2007. Sun haftet nicht für diese Prognosen und deren Aktualisierung. Falls Sie wirklich bis zum Ende gelesen haben, brauchen Sie dringend ein Hobby.
Posted on 11:24AM Feb 14, 2008 |
























