Donnerstag Apr 10, 2008

Jawohl, ich bin einem Aprilscherz auf den Leim gegangen ...

Falls Sie mit eigenen Augen das Aprilscherzvideo sehen möchten, das derzeit bei Sun die Runde macht, haben Sie nun die Gelegenheit dazu:

Vor einigen Tagen teilte meine normalerweise vertrauenswürdige Assistentin mir mit, dass ich zum Mittagessen mit meinem normalerweise vertrauenswürdigen Freund Ted verabredet wäre. Ich begab mich also zu einem normalerweise vertrauenswürdigen Restaurant und ließ mich von der normalerweise vertrauenswürdigen Chefin zu meinem Tisch geleiten. Dass ich dabei an einer ganzen Reihe von Videokameras vorbeikam, fiel mir dummerweise nicht auf. Ted teilte mir mit, dass er über Dan, einen bislang völlig vertrauenswürdigen Kollegen, mit einem Experten in Kontakt treten konnte, den ich unbedingt kennen lernen sollte.

Ted informierte mich darüber, dass dieser aus Los Angeles einfliegende Experte nach einem Unfall Probleme mit dem Sprechen hätte. Besonders interessant ist die fünfte Minute. Da sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben, wie jemand aus einer Serviette ein Huhn faltet.

Das Video zeigt jedoch bei weitem nicht alle Vorfälle am Tisch. Die (vor diesen Ereignissen sehr vertrauenswürdigen) Redakteure dieses Films nahmen die gebotene Rücksicht auf ein weltweites Publikum, das nicht an sintflutartiges Sabbern gewohnt ist. Können Sie sich vorstellen, in welch unangenehmer Lage ich mich befand? Eine Kollegin bei Sun sah sich mit mir das ungekürzte Video an, bevor es veröffentlicht wurde. Sie sagte: „Deine Mutter hat dich wirklich gut erzogen – du starrst überhaupt nicht hin.“

Wesentlich manierlicher ging es zu, als ein Schwarm aufblasbarer Quietschedelfine bei Sun einfiel und von rechts nach links vorbeischwamm ... anscheinend hatten sie einen Gesprächstermin bei einem Vertreter ihrer Art, der nun bei uns den Datenbankbereich leitet.

Bill Macgowan hat seinen Job bei Sun übrigens noch.

Er ist zwar Schuld daran, dass ich der wahre poisson d'avril bin (denn Delfine sind bekanntlich keine Fische), und ich werde ihm nie wieder ohne unterschwelliges Misstrauen begegnen ... aber er hat seinen Job noch.

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