Meine Sun Campus Ambassador Aktivitäten an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Blog von Michael Rennecke

Donnerstag Sep 10, 2009

Manchmal verliert bei den verschiedenen Distributionen von Solaris den Überblick. Ich möchte hier nur auf die von Sun eingehen. Inzwischen gibt es Solaris 10, Solaris Express Community Edition (SXCE), Open Solaris und die OpenSolaris-Developer Builds.

Solaris 10 ist das stabile Solaris von Sun. Es gibt Support und Patches und regelmäßig neue Versionen. Der größte Vorteil von Solaris 10, ist dass es sehr viel zertifizierte Software gibt. Also eignet sich Solaris 10 sehr gut für unternehmenskritsche Server/Bereiche. Das ganze hat auch einen Nachteil. In Solaris 10 sind nicht die neusten Features und es werden auch nicht alle Features nach Solaris 10 zurück portiert.

SXCE ist abgekündigt. Den letzten Build wird es im Oktober 2009 geben. Für SXCE gibt es keine Patches, Updates und Support, dafür alle 14 Tage einen neuen Build. Diesen kann man via LiveUpgrade installieren. Interessant ist diese Distribution, da sie (noch) auch UltraSparc IIi-Prozessoren läuft. Wenn man die neusten Features testen möchte oder ein altes Sparc-System als Spielwiese hat, dann ist man bei SXCE gut aufgehoben. Die Build haben eine gewisse Qualitätskontrolle hinter sich, es ist nicht sicher gestellt, dass jeder Build stabil läuft oder überhaupt funktioniert. Es handelt sich um eine Entwickler-Version.

OpenSolaris ist die neue Distribution von Sun. Mit OpenSolaris 2009.06 gibt es auch Support. Es werden auch Security-Patches kostenfrei bereit gestellt. In einem halbjährlichen Zyklus gibt es ein neues Release. Für Sparc würde ich OpenSolaris 2009.06 nur bedingt einsetzten, da der Installer noch etwas Überarbeitung bedarf. OpenSolaris bekommt mit einiger Zeitverzögerung alle Features, welche in der Entwicklerversion verfügbar sind. Wenn man OpenSolaris auf dem Server betreibt sollte man genauer nachdenken. Es ist stabil, aber man kann es nicht ohne weiteres mit einem Install-Server verteilen. Mit zertifizierter Software sieht es viel schlechter aus, als bei Solaris 10. Dafür kann man auf einen größeren Pool an freier Software zurückgreifen. Diese ist zum Teil im Repository verfügbar. Man kann OpenSolaris ohne bedenken auf dem Desktop/Laptop einsetzten. Auf x86-Servern kann man OpenSolaris einsetzten, wenn man nicht auf eine zertifizierte Umgebung angewiesen ist.

Die OpenSolaris Developer Builds sind ein eigenes Repository, auf dieses muss man wechseln, wenn man OpenSolaris installiert hat. Es gibt hier auch keine Patches. Dafür sind regeläßig neue Builds verfügbar. Es kommt vor, dass diese Builds fehlerhaft sind. Hier ist jeder gut aufgehoben, der die neusten Features testen möchte. Es kommt relativ selten vor, das ein Build nicht läuft. Über die Stabilität kann ich mich nicht beschweren. Man darf aber nicht vergessen es ist und bleibt eine Entwicklerversion. Man hat keine Garantie, dass es stabil läuft. Dafür kann man mit durch die Bootumgebungen immer einen alten Stand booten.

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