Ok, mit
OpenSolaris XXL kommt auch ein Prototype von
BrandZ mit. Denn immerhin wird BrandZ (wie auf der DVD beschrieben) zur Zeit noch per BFU-Patch in das Solaris Express "hineingebastelt". Das heisst dieser Softwarestand ist noch in einem sehr frühen Stadium und sollte auch so betrachtet werden. Trotzdem konnten wir es uns nicht verkneifen, BrandZ mit auf die DVD zu bringen. So können Interessierte schon mal schauen und sich ggf. in der
BrandZ-Community mit anmelden . Die Beschreibung zur Installation von BrandZ auf der DVD ist recht knapp ausgefallen. Also hier noch einmal eine ausführlichere Darstellung:
1. Zuerst sollte sich jeder überlegen, ob er den BFU tatsächlich in seine gerade erstellte Solaris -Installation hineinbringen will. (OK ich habe es auch gemacht und es geht, aber es ist nun mal Software in einem sehr frühen Stadium). Also wäre es alternativ auch möglich, eine zweite Installation zu Erzeugen.
Live Upgrade wäre dazu z.B. geeignet. Durch entsprechnde Einträge in
/boot/grub/menu.lst hat man dann auch eine gute Dual Boot Möglichkeit für Solaris (ich habe z.B. 3 Solaris Boot Environments auf meinem Laptop).
2. Installation von Tools für den
BFU-Prozess cd /cdrom/opensolaris_xxl_3_06/opensolaris_tools_and_drivers/brandz/onbld pkgadd -d . SUNWonbld3. Umgebungsvariablen für BFU setzen (für /usr/bin/bash-User)
export FASTFS=/opt/onbld/bin/i386/fastfs export BFULD=/opt/onbld/bin/i386/bfuld export GZIPBIN=/usr/bin/gzip4. BFU einspielen
cd /cdrom/opensolaris_xxl_3_06/opensolaris_tools_and_drivers/brandz/ ./bfu.sh /cdrom/opensolaris_xxl_3_06/opensolaris_tools_and_drivers/brandz/brandz_release_2006_01_22 ... warten bis der BFU beendet ist ...
5. BFU Konflikte lösen
BFU-Konflikte sind config-Files, die BFU ersetzen möchte. Wenn die Dateien am Ziel einen anderen Inhalt haben als das, was BFU dort hinspielen will, wird es als Konflikt angesehen. Diese Dateien werden nicht automatisch ersetzt, sondern separat abgelegt und das Kopieren muss selbst übernommen werden. So auch hier. Aber nicht jeder Konflikt ist ein Problem. So ist z.B. natürlich die lokale /etc/passwd schon eine andere als die, die BFU hier ablegen will ...
"Wirkliche Konflikte" sind nur 3 Dateien.
In /etc/name_to_major müssen folgende Einträge sein:
lx_ptm 240 lx_systrace 241 lx_audio 242/etc/minor_perm
lx_ptm:lx_ptmajor 0666 root sys lx_systrace:* 0600 root sys lx_audio:* 0600 root sys/etc/name_to_sysnum
brandsys 177
6.
Dann unbedingt noch eine Änderung nachtragen, sonst laufen die Zonen nicht, da das ZFS-Device nicht gefunden wird:
In /usr/lib/brand/{native|lx}/platform.xml an entsprechender Stelle:
<device match="zfs" />7. So, nun kann die Zone konfiguriert und erzeugt werden:
mkdir /zones zonecfg -z centos zonecfg:centos > create -B lx zonecfg:centos > set zonepatch=/zones/centos zonecfg:centos > add net zonecfg:centos:net > set address=192.168.1.100/24 zonecfg:centos:net > set physical=bge0 zonecfg:centos:net > end zonecfg:centos > add attr zonecfg:centos:attr > set name="audio" zonecfg:centos:attr > set type=boolean zonecfg:centos:attr > set value=true zonecfg:centos:attr > end zonecfg:centos > verify zonecfg:centos > commit zonecfg:centos > exit Ich habe mir das centos-Image
heruntergeladen und in /temp entpackt. Davon wird jetzt der Linux Container erzeugt.
zoneadm -z centos install -d /temp/centos_fs_image.tar8. Der erste boot von centos
Schon mal auf die Console des Containers verbinden, damit die Boot-Ausschriften zu sehen sind...
zlogin -C centos In einem anderen Fenster:
zoneadm -z centos boot ... läuft ...
9. Einloggen in centos und noch ein paar Dinge nachziehen ...
Das Standard root-passwort in dem Image ist root. Bitte sofort ändern !
Netzwerk einrichten:
/etc/sysconfig/network: NETWORKING=yes HOSTNAME=centos Die Zeitzone steht auf New York. Umstellung mit:
/usr/sbin/timeconfig /etc/rc.d/rc.sysinit: mounts für pts auskommentieren
10.
fertig !
11.
Wichtiger Nachtrag, der im Solaris vorzunehmen ist ! Unbedingt das Package SUNWpkgcmdsu.pkg installieren. Sonst kann in Solaris mit pkgadd keine Software mehr installiert werden (nur mit pkgadd -G), da pkgadd dann versucht die Solaris-Software in die centos Zone zu installieren. Und das geht natürlich schief ... Also muss auch pkgadd "Brand-aware" gemacht werden.
cd /cdrom/opensolaris_xxl_3_06/opensolaris_tools_and_drivers/brandz/ pkgadd -G -d SUNWpkgcmdsu.pkg Nun kann pkgadd wieder wie gewohnt im Solaris benutzt werden.
12. So, wer jetzt mal probieren will, kann z.B. den Acrobat Reader 7.0.1 von
ftp://ftp.adobe.com/pub/adobe/reader/unix/7x/7.0/deu/AdobeReader_deu-7.0.1-1.i386.rpmdownloaden und mit
rpm -i in dem Centos-Container installieren.
13. Der Zugriff kann z.B. durch
ssh -X von Solaris in den centos-Container hinein erfolgen.