Endlich ist Solaris 10 6/06 da und wird in Kürze zum Download bereit stehen. Der interne Download geht schon immer etwas früher und so habe ich die DVD schon. Also Zeit, die Solaris 10 1/06 Installation auf das neueste "upzugraden". Was ist denn alles so Neues an 6/06 ? Vor allem kommt ZFS mit, PostgreSQL ist gebundled, RealpLayer10 ist dabei, UDP Performance ist verbessert worden u.v.a.m. Alle weiteren Neuerungen der Release werden wie immer in dem aktuellen
What's New in the Solaris 10 6/06 Release Dokument dargestellt.
Nachdem ich mir das Image besorgt habe, plane ich das
Live Upgrade für meinen Laptop. So muß ich meine Anpassungen auf meinem Laptop nicht alle noch einmal eingeben, da sie bei Live Upgrade mit übernommen werden. Mit Live Upgrade erstelle ich zuerst mit
lucreate einen Clone meiner OS-Installation. Dieser Clone wird dann mit
luupgrade auf die Zielversion gebracht. Ist das erledigt, kann ich das neu erzeugte Boot Environment mit
luactivate aktivieren. Nach dem nächsten reboot (bitte mit
init 6) wird meine neue Installation gebootet (die alte ich noch als Fall-Back verfügbar).
Hmm, wenn ich jetzt aber schon auf Solaris 10 6/06 umstelle, werde ich auch mein Home auf ZFS umstellen. Dazu werde ich eine neue Slice erstellen, die meinen zpool enthalten wird. Den nenne ich wie meinen Laptop - cantaloup.
Und so sieht mein Disk Layout nun aus:
| Slice |
Inhalt
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Größe
|
| 0 |
geplant für Solaris 10 6/06 (zur Zeit noch Home)
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6 GB
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| 1 |
Swap (wird zwischen Nevada und Solaris 10 geshared)
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512 MB
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| 3 |
Solaris 10 1/06
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18 GB
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| 4 |
Alternatives Boot Environment (Nevada)
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7 GB
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| 5 |
Nevada Build 42a
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7 GB
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| 6 |
geplante für zpool cantaloup
|
9 GB
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Zuerst muß slice 0 (c1d0s0) freigeräumt werden. Dazu erstelle ich temporär in Slice 6 ein ufs, mounte das nach /move und lege dort das Dumpfile von /export/home hinein.
newfs /dev/dsk/c1d0s6
mount /dev/dsk/c1d0s6 /move
ufsdump 0f /move/home.dump /dev/rdsk/c1d0s0
Ok, jetzt kann das LiveUpgrade kommen:
1. Vorbereitungen
- Zuerst die aktuellen Patches einspielen.
- Dann das frkit updaten (für die die das frkit benutzen: ggf. können im frkit Build-abhängige Teile drin sein - bei Nevada war das zumindest der Fall. Also lieber einmal mehr als einmal zu wenig nachsehen. Es ist ja nur der einfache Aufruf, der mir dann schon mitteilt, daß es keinen Update gibt.)
- Nun noch die 3 Packages SUNWlur, SUNWluu, SUNWluzone des Ziel-OS in das aktuelle OS einspielen. Das ist hier nicht notwendig, da wir von 1/06 auf 6/06 gehen. Wer aber von z.B. Solaris 9 kommt, sollte das unbedingt tun. Hier wären dann in Solaris diese 3 Packages aus der Solaris 10 Distribution einzuspielen. Sie befinden sich auf der DVD unter /cdrom/sol_10_606_x86/Solaris_10/Product.
2. Erzeugen des Clones der OS-Installation
lucreate -m /:/dev/dsk/c1d0s0:ufs -n s10u2... und so sah es dann live aus ...

und so ...

3. Jetzt folgt das eigentliche Upgrade
Also die Solaris 10 6/06 DVD einlegen und ab geht es.
luupgrade -u -n s10u2 -s /cdrom/sol_10_606_x86... konkret sah das so aus ...

... und so ...

Nun kann ich noch einmal mit lumount s10u2 das neu erzeugte Boot Environment mounten und in aller Ruhe nachsehen, ob beim Upgrade alles klar gegangen ist. Danach das luumount s10u2 nicht vergessen !
4. Nun kann ich aktivieren und neu booten.
luactivate s10u2
init 6
Bei ersten Reboot nach Live Upgrade importiert smf erst einmal wieder die Manifeste, das dauert wie gewohnt etwas ... Schön, das ging wirklich sehr unkompliziert. Und nebenbei habe ich mein 18 GB Filesystem für die S10 1/06 Installation aufgegeben (die ist noch als alte Version da, wird aber demnächst mit
ludelete gelöscht).
Zum Abschluß bringe ich noch mein Home in meinen zpool, den in cantaloup nenne. Dazu kopiere ich das home.dump File in die Slice von dem alten Solaris 10 1/06 hinein. Da war zum Glück noch genug Platz. Dann erzeuge ich den zpool und packe in dem zpool den ufsdump mit ufsrestore aus. (ich habe meinen zpool mit compression=on erzeugt). Da hier auf Datei-Ebene gearbeitet wird, funktioniert das sehr gut. Danach werden die Dateien noch an die richtigen Stellen kopiert, damit die Pfade wieder stimmen.
mount /dev/dsk/c1d0s3 /s10u1
mount /dev/dsk/c1d0s6 /move
cp /move/home.dump /s10u1
umount /move
zpool create cantaloup /dev/dsk/c1d0s6
zfs set compression=on cantaloup
zfs set mountpoint=/export/home
zfs create cantaloup/detlefd
cd /export/home/detlefd
ufsrestore xf /s10u1/home.dump
... nun noch einiges hin und her kopieren, denn meine Homefiles liegen nach dem ufsrestore unter /export/home/detlefd/export/home/detlefd ...
cd /export/home/detlefd/export/home/detlefd
mv .[a-z]* ../../../
mv * ../../../
... nachschauen, ob noch etwas fehlt ... nein - fertig.
P.S.: Den selben zpool benutze ich auch, wenn ich Nevada Build42a boote. Dazu muß der Pool einmal initial unter Nevada Build42a mit
zpool import -f importiert werden. Vorsicht, wenn ein zpool unter Nevada 42a erzeugt wurde. Der hat dann bereits zfsv3, die ich zur Zeit noch nicht unter Solaris 10 6/06 importieren kann. Umgedreht kann ich aber einen zpool zfsv2 in Nevada importieren.
(Details dazu mit
zpool upgrade -v)
-Detlef Drewanz-
Gesendet von Thorleif Wiik am Juni 25, 2006 at 09:41 PM CEST #