Samstag Jan 20, 2007
Samstag Jan 20, 2007
Es gibt da so eine seltsame Wahrnehmung in vielen Foren, IT-Abteilungen und blogs, das Solaris nur Linux plus ZFS ist. Wie oft liest man "Okay, ZFS ist cool. Aber ich warte bis ZFS in Linux ist" oder "Wenn ZFS in Linux integriert ist, ist Solaris tot". Manchmal frage ich mich, ob Linux aus ansonsten intelligeten bis brillianten Menschen Idioten macht oder ob das eine Folge von Des- oder Uninformiertheit ist.
ZFS ist cool. Es ist gigantisch. Aber es ist nur ein kleiner Teil von Solaris 10. Ich weiss garnicht, wo ich da anfangen soll: Zones, Fault Management Architecture, ein echtes Cluster Framework (das den Namen auch verdient) ist verfügbar, echte Skalierbarkeit bis zu tausend Prozessoren (Skalierbarkeit im Sinne von "auch die Leistung der Prozessoren bekommen", nicht im Sinne von "laeuft zwar auf 16 Prozessoren, aber Du hast nur die Leistung von 10), ein echtes im Kernel integriertes Resource Management.
All das in einem Paket, wo ein Feature das andere auch nutzt, um noch besser zu sein, beispielweise das Clonen von Zonen mit ZFS snapshots. Ein Kryptographieframework, das die Nutzung von Hardwareverschluesselung im ganzen Betriebsystem erleichtert. Oder ein Diagnosetool wie dtrace (Nein, Systemtap ist nicht wie Dtrace, ganz andere Zielrichtung)
An alle da draussen, die Solaris nur auf ZFS reduzieren: Es gibt so viel mehr zu entdecken in Solaris 10. Einfach mal ausprobieren. Und sogar wenn ihr Sun Hardware nicht mögt, ihr könnt es auch auf den Systemen von eurem präferierten Boxenschrieber laufen lassen.
(english version here)
Gesendet von Steve am Januar 20, 2007 at 05:04 PM CET #