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Freitag Aug 10, 2007
Review "VMWare ESX" von Dennis Zimmer

Hallo liebe Blog-Leser,

mittlerweile ist mein erholsamer Urlaub leider bereits wieder vorbei. Doch während der freien Tage habe ich endlich Zeit gefunden, mich näher mit dem Buch „VMWare ESX“ von Dennis Zimmer zu beschäftigen und verschiedene Dinge daraus auszuprobieren und zu testen. Nun möchte ich euch mit frischer Energie meine Meinung von der Publikation berichten.

Das Buch ist – so finde ich – eine absolute Pflichtlektüre für alle Administratoren, die etwas mit den ESX Servern zu tun haben. Es eignet sich nicht nur für den ESX Einsteiger, der seine ersten Schritte in der großen virtuellen Welt macht, sondern vor allem auch für die erfahrenen Admins.

Im ersten Kapitel werden die Grundlagen zu ESX beschrieben. Hier wird erklärt, wie der ESX Server aufgebaut ist, wie der Zugriff auf den Hauptspeicher von statten geht oder was die Service Console ist. Alle Grundlagen werden nochmals aufgezeigt sowie detailliert und einleuchtend beschrieben.

Kapitel zwei (VMware ESX 3-Kommandos) und drei (Linux-Befehle für die SC) beschäftigen sich ausschließlich mit der Kommandozeile. Auf diesen 90 Seiten finden sich neben den Erklärungen der einzelnen Befehle noch viele weitere Informationen. So wird in kurzen und klaren Sätzen erklärt, was der einzelne Befehl bewirkt und welche Optionen zur Verfügung stehen. Auch zu jeder Option stellt der Autor weitere Erklärungen bereit. Hier findet man alles, was das Kommandozeilenherz begehrt.

Das vierte Kapitel (VMX-Parameter) zeigt die Optionen und Einträge, die man in der *.vmx Datei schreiben kann. In diesen Konfigurationsdateien ist alles, was über die grafische Oberfläche mit dem VI Client oder dem Virtual Center eingestellt wird, hinterlegt. Dennis Zimmer erklärt hier sehr gut die verschiedenen Möglichkeiten, die man in die Konfigurationsdatei schreiben kann. Positiv ist hier zu erwähnen, dass der Autor dabei oft auch auf die Grafische Oberfläche verweist. So kann man immer sehen, welcher Eintrag sich ändern würde wenn man an bestimmten Stellen im Virtual Center schraubt.

Kapitel fünf beschäftigt sich mit den Dateien und Pfaden, die man auf einem ESX Server hat. Dieses Kapitel hat mir ganz besonders gut gefallen. Denn hier sieht man sehr gut, welche Logs vorhanden sind. Der ESX Server bietet eine Vielzahl an Logs. Bisher wusste ich nicht immer, in welchem Log ich bei bestimmten Problemen schauen musste. Doch Dank des Buchs von Dennis Zimmer gehört dieses Rätselraten nun der Vergangenheit an. Hier wird genau beschrieben, welche Logs was genau beinhalten.

Neben den Logs werden noch verschiedene Konfigurationsdateien beschrieben die der ESX Server verwendet. So z.B. die Hosts Datei.

Im sechsten Kapitel wird auf 15 Seiten beschrieben, mit welchen Optionen man einen ESX booten kann. Interessant in diesem Kapitel sind die verschiedenen Methoden, wie man ESX Server installieren kann. Neben der klassischen Installation über CD werden auch Installationen über das Netzwerk usw. beschrieben.

Kapitel sieben schließt mit dem Thema der automatisierten Installation über Kick-Start Dateien direkt an das vorige Kapitel an. Dennis Zimmer zeigt anhand von Beispielen, wie man Skripte für die automatisierte Installation erstellt. Eine sehr schöne Sache ist die Möglichkeit, Skripte von der Website des Verlages herunterladen zu können. Sehr praktisch.

Das nächste Kapitel ist eines der interessantesten des ganzen Buches. Kapitel acht hängt mit der Sicherheit des ESX Server zusammen. Von Root Zugriffen über Zertifikate oder die Firewall wird alles erklärt, was man für einen sicheren ESX Server benötigt. Ein sehr aufschlussreiches Kapitel. Ich bin mir sicher, dass viele Administratoren in diesem Kapitel nützliche Informationen finden, wie man den ESX Server sichert.

Kapitel neun ist ein – für mich – sehr uninteressantes Kapitel. Es handelt ausschließlich von der Installation von Agenten zur Überwachung der Hardware. Der Clou an diesem Kapitel ist, dass Hersteller wie IBM oder HP beschrieben werden, SUN jedoch mit keinem Wort erwähnt wird. Ich schließe daraus einfach mal, dass die Agenten von SUN so einfach zu installieren sind, dass eine Erwähnung in dem Buch nicht von Nöten ist!

Das Kapitel zehn, welches sich mit dem Aktualisieren von ESX Servern beschäftigt, ist dagegen wieder um einiges interessanter. Wenn man die aktuelle Flut an Patches sieht, die man heute (08/2007) auf einem ESX 3.0.1 installieren muss, hat dieses Kapitel seinen Platz im Buch verdient. Dennis Zimmer erklärt die verschiedenen Arten der Patch Installation. Ob lokal von der HDD des ESX oder über einen zentralen Webserver – alle Möglichkeiten werden ausgiebig beschrieben und erklärt. Dennis Zimmer stellt auch hier wieder Skripte zur Verfügung.

Das vorletzte Kapitel beschäftigt sich mit dem Backup eines ESX Server und den virtuellen Maschinen. Neben diesem sehr wichtigen und interessanten Thema wird gleichzeitig das Klonen von virtuellen Maschinen abgearbeitet.

Das Thema Datensicherung ist sehr interessant. Es werden die verschiedenen Möglichkeiten der Datensicherung beschrieben und ihre Vor- und Nachteile aufgelistet. Niemand kommt um dieses sehr wichtige Thema herum und auch hier hilft einem das Buch weiter.

Im letzten Kapitel werden zudem verschiedene Skripte, die man im alltäglichen Leben mit der virtuellen Welt braucht, zur Verfügung gestellt. Eine sehr gute Sammlung...

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Buch und empfinde den Preis von 60 € als gerechtfertigt. Ich bin mir sicher, dass sich das Buch bei der täglichen Arbeit mit VMware als nützlich erweisen wird und es ein optimaler Ratgeber ist. Daher hat sich der Kauf für mich gelohnt.

Mein Tipp: Kaufen!
 

Posted at 08:07PM Aug 10, 2007 by Thomas Weyell in Personal  |  Kommentare[3]

Kommentare:

English por favor!!!
You work for an american company and english is considered the corporate language.

Gesendet von Mike am August 10, 2007 at 09:10 PM CEST #

Hallo Herr Weyell!
Es freut mich sehr, dass Sie mit dem Inhalt des Buches zufrieden sind!
Trotzdem würde ich gerne Ihre berechtigte Kritik bzgl. Sun Servern aufgreifen und ggf. eine Onlineergänzung erstellen.
Könnten Sie mich diesbzgl. bitte kontaktieren.
Danke,

Dennis Zimmer

Gesendet von Dennis Zimmer am August 15, 2007 at 08:00 AM CEST #

Ich kann Herrn Weyell nur beipflichten!!

Allerdings ist die Situation in Kapitel 9 etwas anders gelagert. SUN hat im Gegensatz zu anderen Server-Herstellern (DELL, FSC, HP, IBM) (noch?) keine Management-Agenten speziell für die ESX3-Service Console entwickelt. Die Alarmierung über HW-Fehler ist dann über das eingebaute iLOM zu konfigurieren. Schade, denn die SUN-Systeme eignen sich zur Nutzung als ESX3-Hosts genauso gut wie andere Server.

Erich Popp

Gesendet von Erich Popp am August 15, 2007 at 03:13 PM CEST #

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